top of page

Warum kleine Impulse große Wirkung haben

  • Autorenbild: Amke Tredup
    Amke Tredup
  • 15. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Es geht nicht darum, dein Leben innerhalb kürzester Zeit um 180° umzukrempeln.

Nicht um große Neujahrsvorsätze, nicht um “dieses Jahr wird alles anders”.


Es geht darum, wieder in Kontakt zu kommen.

Mit deinem Körper. 

Mit dir. 

Mit dem Moment, in dem du gerade bist.


Und das geht oft viel schneller, als wir denken.


Wir glauben gern, Veränderung müsse groß sein. Tiefgreifend. Anstrengend. Durchdacht.

Am besten mit elaboriertem Plan, Ziel und ordentlich Disziplin -und das obwohl wir vermutlich schon oft genug gemerkt haben, dass Disziplin uns nicht weit bringt.Aber das stimmt nicht. Unser Kopf denkt das nur.


Groß ist selten hilfreich. 

Groß ist aufwändig. 

Groß dauert lange.

Groß ist ermüdend. 

Und groß ist erstaunlich ineffektiv, wenn es um echten Kontakt geht.


Kleine Impulse sind anders. 

Sie sind leicht umsetzbar. 

Sie passen in den Alltag. 

Sie überfordern nicht.


Konkret heißt das: 

einen Moment innehalten.

5 Minuten journaln. 

Den Atem spüren. 

Wahrnehmen, was im Körper gerade los ist – ohne es direkt ändern zu wollen.

Das sind kleine Impulse. Und genau darin liegt ihre Kraft.


Veränderung beginnt nicht mit einem großen Plan. Sie beginnt mit Kontakt.

Je häufiger wir es schaffen, wieder in Kontakt zu kommen – auch nur für ein paar Sekunden – desto mehr verändert sich.


Kontakt lässt uns fühlen.

Fühlen- Emotion stammt vom lateinischen emovere.„herausbewegen“, „erschüttern“ oder „in Bewegung setzen“.

Bewegung bringt Veränderung.


Kleine Impulse geben Sicherheit. 

Sie zeigen: Ich kann etwas verändern. Ohne Kraftakt. Ohne Selbstoptimierungsprogramm.

Klein ist simpel. 

Klein lässt uns aufatmen. 

Klein fühlt sich machbar an.


Groß dagegen klingt gut, funktioniert aber oft schlecht. 

Groß ist aufwendig. 

Groß dauert lange. 

Und groß ist ein perfekter Grund, um nicht anzufangen.


Unser Kopf liebt das. 

Er will es groß und kompliziert. 

Weil wir irgendwo gelernt haben, dass es nicht einfach sein darf. 

Weil große Pläne uns in Kontrolle halten. 

Weil „leicht“ sich verdächtig anfühlt. 

Weil große Pläne uns einen guten Grund liefern, nicht ins Tun zu kommen.


Solange wir noch überlegen, planen, analysieren, bleibt der Kopf in Kontrolle. 

Und wir müssen nichts spüren: Keine Angst, keinen Schmerz. 

Wir müssen nichts riskieren. Nichts verändern.


Unser Kopf sagt “ Wenn ich wüsste wie… Wenn ich den Perfekten Plan ausgearbeitet habe, dann fange ich an.”


Kleine Impulse umgehen das. 

Sie bringen uns direkt in die Erfahrung.

Und dann passiert etwas Spannendes:

 Wenn wir merken, wie leicht es ist. Wenn wir spüren, wie gut es tut, wieder ins Fühlen zu kommen. Dann wollen wir mehr davon.


Nicht aus Disziplin. Sondern, weil es sich gut anfühlt.

Sie bringen uns direkt in die Erfahrung. Ohne Vorbereitungsphase. Ohne Ausrede.

Und genau dadurch entsteht etwas Neues.

Nicht, weil wir uns zusammenreißen, sondern weil unser System merkt: Ah. Das geht leicht und fühlt sich gut an. 


Gleichzeitig – und das ist wichtig – fallen wir trotzdem immer wieder aus den Mustern raus, die uns eigentlich guttun.

Auch nach Wochen, Monaten, Jahren. Das ist kein Rückschritt, das ist menschlich.

Der Kopf meldet sich dann gern mit Sätzen wie: 

Heute nicht. 

Das bringt doch eh nichts. 

Jetzt ist es auch egal.


Und genau dann dürfen wir uns erinnern. Nicht streng. Nicht hart. Sondern neugierig:

Was tut mir eigentlich gut? Was fühlt sich stimmig an – auch wenn ich mich kurz überwinden muss?


Mini-Veränderungen machen genau das möglich. Sie geben Sicherheit. 

Sie zeigen:

Ich kann Einfluss nehmen.


Nicht, indem ich mich zwinge. Sondern indem ich immer wieder Kontakt aufnehme.


Veränderung muss nicht schwer sein.

Sie darf klein anfangen.

Einfach.

Klar.

Und genau deshalb wirkt sie.


 
 
bottom of page